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Der Aufstieg

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 Nachdem ich schon mehrere kurze Trips nach Miyajima unternommen hatte, beschloss ich diesmal spontan mit ein Paar Leuten aus dem Hostel Mt. Misen zu erklimmen. Es gibt mehrere verschiedene Wege um zur Spitze zu gelangen, 2 waren mir schon vom letzten Mal bekannt. Ich überließ die Wahl des Weges meinen 3 Mitstreitern, Heather, Andi und TJ. Wir entschieden uns für die „Nature Road“, welche sich als asphaltierte Straße herausstellte und wohl am wenigsten „Nature“ von allen war :D. Unterwegs kamen wir an verschiedenen Aussichtspunkten vorbei von welchen man einen manchmal mehr, manchmal weniger guten Ausblick auf verschiedene Teile der Insel hatte.  Natürlich gab es trotz der asphaltierten Straße auch Natur zu sehen, rechts und links von uns ragten Bäume weit über uns und natürlich war auch mal wieder alles voll  von den gefürchteten Ninja-Hirschen und Rehen. Je höher und weiter Abseits von der Bevölkerung man war, desto scheuer wurden auch die Rehe, man sah auch immer mehr, dessen Geweih nicht gestutzt war.  Besonders dieser eine war nicht besonders glücklich darüber, dass wir uns ihm näherten und ich glaube er war sich nicht sicher ob er davonrennen oder uns angreifen sollte. Am Ende haben wir dann doch einen Bogen um ihn gemacht, da etwas abseits von ihm auch sein Rudel/Harem in der Sonne lag. Diese schien es jedoch nicht zu stören dass wir an ihnen vorbeiliefen, eins von ihnen kam sogar zu uns gelaufen, von ihm ist das Picture of the Day 4.

Nachdem wir fast oben angekommen waren gab es die ersten wirklich bewundernswerten Aussichten.

Der Weg zum Gipfel jedoch war noch steil und anstrengend, was ich ja noch vom letzten Mal wusste. Der Vorteil dieses Mal war jedoch, dass wir keine 35°C hatten sondern eher so 5-8°C.

 In der Sonne jedoch war es relativ war und so beschloss ich den Rest des Aufstiegs im T-Shirt zu absolvieren, da es doch relativ warm wurde durch die Anstrengung. Der ganze Spaß wurde dann doch durch eine wirklich beeindruckende Aussicht belohnt. Wir hatten Glück, dass es relativ klar war und man wirklich weit schauen konnte. Beim letzten mal konnte man ja fast nichts sehen, da es so bewölkt und diesig war. Auch hatten wir Glück, dass es nicht wie am Tag davor oben komplett zugefroren und somit sehr rutschig war.

Für die Fotos hätte ich mir wirklich einen Polfilter gewünscht, aber man kann ja nicht alles haben. Nachdem wir noch ein Bisschen oben geblieben und uns ausgeruht hatten, begann  der Abstieg, welcher meiner Erinnerung nur aus Treppen bestand.

 Auf der rechten Seite wurden wir ständig von einem Wasserfall begleitet, aber ansonsten gab’s nur Treppen, Treppen und noch mehr Treppen. Natürlich auch in allen möglichen Abständen, Formen, Größen und Farben, denn einheitliche Treppen lassen sich ja viel zu einfach laufen! Hinzu kam noch, dass natürlich alle abgelaufen und rutschig waren und man wirklich aufpassen musste, dass man nicht ausrutscht und den schnellen Weg nach unten wählt, weil Geländer ja eh vollkommen überbewertet sind. Ich war froh als wir endlich unten angekommen waren und dachte mir, „den Scheiss machst du so schnell nicht wieder!“ Da wusste ich auch noch nicht, dass mir der ganze Spaß 2 Tage später noch mal bevorstand, denn zu Neujahr erklimmen die Japan immer einen Berg um sich den Sonnenaufgang anzugucken und gehen anschließend zu einem Tempel (wer denkt sich sowas aus?). Feuerwerk gibt’s übrigens auch nur im Sommer und nicht zu Neujahr, von daher werdet ihr leider keine Feuerwerksbilder zu sehen bekommen. Eigentlich sehr schade, weil ich mich schon gefreut hatte, aber hier ist halt alles ein Bisschen anders ;). Dafür werdet ihr etwas anderes doch recht spektakuläres zu sehen bekommen von Neujahr. Schaut also wieder rein, es bleibt spannend… Bis dahin … またね

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3 comments

Oleg Januar 16, 2013 - 01:28

…das hätte ich nicht überlebt 😀

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Oleg Januar 16, 2013 - 01:30

oh mann ich muss ja schon allein vom Lesen rumjammern !!!!

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Peter Januar 16, 2013 - 11:29

Hahaha, das wäre mal die richtige Route für dich und Rohit!

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