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Reiseroute Tag 4 Fuertevenutra

Tag 4 – Fuerteventura

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Auf der Reise nach Süden

Auf der Reise nach Süden

Der vierte und vorletzte Tag auf Fuerteventura sollte unseren längsten Tagesausflug beinhalten. Wir hatten es uns zum Ziel gesetzt nach Cofete, einem kleinen Ort an der Westküste von Fuerteventura zu fahren. Cofete ist bekannt für seinen wunderschönen langen Strand und die sagenumwobene Villa Winter. Dazu jedoch später mehr. Die Reise ging die Ostküste hinunter, durch die dichter besiedelten Gegenden von Tuineje und der Touristenhochburg Costa Calma. Dort stehen sogar die meisten Schilder auf Deutsch und Hotels und Shops stehen dicht gedrängt aneinander.

Costa Calma

Costa Calma

Ein typisches deutsches Touristenziel, hier hätte ich meinen Urlaub nicht verbringen wollen … Fährt man an den Touristen „Städten“ vorbei weiter nach Süden, hört die Straße irgendwann auf und geht in einen Schotterweg über. Zu dieser Zeit konnten wir noch nicht abschätzen wie weit es noch ist und ob es überhaupt der richtige Weg ist. Nach kurzem Zögern ging es weiter auf die Schotterpiste und hinein ins Abenteuer.

The neverending Road

The neverending Road

Da die Straße voll von Kurven, größeren Steinen, Geröll und Schlaglöchern war, war es schwierig schnell voranzukommen. Entgegenkommende Autos die relativ rücksichtslos fuhren trugen auch ihren Teil dazu bei. Was Kilometermäßig nicht mal ein drittel der Strecke war, entpuppte sich schnell zum längsten Teil der Autofahrt. Unterwegs sahen wir einen Touristenbus, der die Strecke abfährt damit man dies nicht selbst machen muss (bzw auch gar nicht darf, da die meisten Leihautos nur auf befestigten Straßen fahren darf). Dieser war jedoch auch mit Traktorreifen ausgestattet um die Strecke einigermaßen schnell und effizient bewältigen zu können.

Natürliche Vegetation

Natürliche Vegetation

Nach ca. der Hälfte der Schotterstrecke kommt man an einen Aussichtspunkt, von dem aus man über den Strand, bzw fast ein Drittel der ganzen Westküste Fuerteventuras schauen kann. Die Verschnaufpause war willkommen und die Aussicht wirklich sehr spektakulär. Sie motivierte zum Weiterfahren, trotz des Wissens später die gleiche Strecke wieder zurückfahren zu müssen.

Aussicht zum Strand von Cofete

Aussicht zum Strand von Cofete

Cofete selbst besteht aus ein paar runtergekommenen Hütten, einer Bar/Imbiss, dem Strand und einem Friedhof welcher direkt am Strand ist. Der Strand war kaum besucht, was jedoch bei der Anreise auch wenig verwunderlich war. Das Wasser war um einiges wärmer als auf der Westseite der Insel, jedoch waren auch die Wellen um einiges höher, was jedoch umso mehr Spaß gemacht hat. Nach dem Vergnügen im kühlen nass, gab es eine Paella im Imbiss, welche die leckerste Paella war, die ich bis jetzt in meinem Leben gegessen habe.


Cofete
Downtown Cofete
Strand in Cofete
Strand in Cofete
Der Friedhof
Der Friedhof

Gestärkt wollten wir die Villa Winter erkunden. Sie steht ein ganzes Stück außerhalb von Cofete und ist wohl immer noch von einigen Gerüchten umgeben. Sie wurde nach dem Deutschen Gustav Winter benannt und besitzt zwei Stockwerte und einen teilweise vermauerten Keller. Wofür sie genutzt wurde is wohl bis heute unklar.

Villa Winter

Villa Winter

Gerüchteweise wurde sie als Zwischenstation genutzt um Nazis zum Kriegsende hin nach Südamerika zu bringen. Winter soll in einem Interview angegeben haben Naturliebhaber zu sein und Tomaten anbauen zu wollen, was, wie ihr euch anhand der Bilder bereits denken könnt, natürlich nicht wirklich stimmen kann. Zur Villa führt nur eine einzige Straße und etwas unterhalb der Villa ist noch mal ein kleiner Aussichtspunkt. Das Tor zur Villa war zwar offen jedoch wurden wir von Einheimischen, die dort wohl leben oder die Villa instand halten so unfreundlich und verwundert angeschaut, so dass wir doch wieder kehrt machten ohne die Villa von innen gesehen zu haben. Später habe ich gelesen dass man angeblich Teile besichtigen kann, es sah jedoch nicht wirklich so aus.

Villa Winter

Villa Winter

Da sich der Tag so ganz langsam dem Ende hingegen neigte und wir noch eine ganz schöne Strecke vor uns hatten beschlossen wir zurückzufahren, da niemand die Schotterpiste im Dunklen fahren wollte. Die Strecke befindet so momentan wohl im Ausbau, es wird jedoch wohl noch einige Zeit dauern, bis eine wirklich befestigte Straße bis nach Cofete führt.

Die Schotterpiste

Die Schotterpiste

Nachdem wir die Schotterpiste ohne Achsenbruch hinter uns gelassen hatten und endlich wieder festen Boden unter unseren Reifen hatten war der Rest der Fahrt zurück relativ Ereignislos. Ein bisschen ärgerte ich mich dass wir wieder auf die Ostseite der Insel fuhren, da sich ein sehr schöner Sonnenuntergang anbahnte, der Aussichtspunkt über den Strand wäre ein idealer Standpunkt gewesen. Aber im dunklen durch die Schlaglöcher wäre wohl zu riskant gewesen. Als wir endlich wieder zuhause angekommen waren waren wir beide relativ platt, allerdings hinderte dies mich nicht daran nochmal kurz raus zu gehen um den schönen Sonnenuntergang festzuhalten. Nach getaner Arbeit konnte ich mich in aller Ruhe an die Hotelbar setzen und den Rest des Abends genießen, schließlich hatten wir ja all-inclusive.

Sonnenuntergang auf Fuerteventura

Sonnenuntergang auf Fuerteventura

 

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