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Sony NEX-5R Review

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Schon einige Zeit bin ich auf der Suche nach einer kleineren kompakteren Kamera als meiner D600, die man mal einfach so mitnehmen kann. Wichtig dabei war mir eine gute Bildqualität und vor allem die Möglichkeit alles manuell einzustellen, wie bei meiner DSLR auch. Natürlich sollte die Kamera auch Bilder im RAW Format machen. Die Marke war mir dabei eigentlich eher egal, jedoch hatte ich zuerst die Nikon 1 V1, sowie die Nikon Coolpix P7700 im Blick. Viele werden sich jetzt bestimmt fragen, warum ich neben einer so guten DSLR noch eine Kamera brauche, dazu hier einfach mal ein paar Bilder zum Vergleich: Sony NEX-5R mit dem Kit Objektiv  SEL-1855 vs. Nikon D600+MB-D14 mit AF-S 24-70 2.8 (womit ich sonst immer unterwegs bin).

Warum jetzt also das Sony NEX System? Einer der Hauptgründe war auf jeden Fall der im Vergleich zu vielen anderen große APS-C Sensor.

Die NEX 5R hat einen 16MPixel Sensor, der ähnlich dem Der Nikon D5100/D7000 sein soll. Die D5100 hatte ich vor der D600 und war mit der Bildqualität eigentlich immer zufrieden. Ein weiterer Grund sind sie super out of camera JPGs, da ich die Kamera ja für alles nutzen will und z.b. von Grillfeiern oder was auch immer nicht immer alles nachbearbeiten und konvertieren möchte, sind sehr gute ooc JPGs natürlich eine super Sache (siehe nebenstehendes Frankfurt Bild). Es muss ja nicht für alles immer RAW sein, manche Sachen weiss ich werde ich nicht nachbearbeiten und da spart es auch einfach Platz. Auch praktisch ist die in Camera Panorama Funktion, falls man mal schnell ein Panorama schießen will ohne danach in Photoshop oder anderen Programmen rumstitchen zu müssen, geht natürlich auch nur als JPG. Hierbei gibt die Kamera Dauerfeuer und man zieht die Kamera einfach von links nach rechts. Andere Motivprogramme usw. habe ich nicht ausprobiert, aber neben den üblichen es gibt wohl eins für Portraits dass automatisch in den goldenen Schnitt cropt, aber ob man das wirklich braucht ist eine andere Sache.

Letztendlich war die NEX eher ein Spontankauf, ein Fotogeschäft in der Nähe hat zu gemacht und ich habe sie günstig bekommen. Hätte sie mir nicht gefallen hätte ich sie immer noch ohne Verlust verkaufen können. Ich hatte die Auswahl zwischen der NEX-5R oder der NEX-F3, beide jeweils mit dem 18-55 Objektiv im Kit.

Entschieden habe ich mich für die 5R, da sie doch ein wenig mehr bietet, wie z.B. den Hybrid AF, meine Mischung aus Phasen und Kontrast Autofokus, welcher schneller und präziser sein soll. Die Option muss man in der Kamera aber erst aktivieren, da sie von Werk aus auf „AUS“ gestellt ist. Des Weiteren bietet die NEX-5R eingebautes WiFi, worüber man Apps runterladen kann. Als einzig sinnvolle (und kostenlose) momentan empfand ich die Playmemoriesonline app, über die man die NEX mit dem Smartphone als Remote fernsteuern kann. Die passenden Apps gibts für Android und iOS, wobei ich mehrfach gelesen hab dass es wohl anfangs unter iOS 6 nicht funktioniert haben soll, bei mir ging es einwandfrei. Man eröffnet ein WLAN mit der NEX über das man sich mit dem Smartphone / Tablet verbindet und dann die Kamera per App auslösen kann, des weiteren kann man auch Sachen wie die Belichtungskorrektur anpassen und die Bilder werden auch zusätzlich auf dem Mobile Device gespeichert.

Alles in allem bin ich soweit mit der Sony NEX-5R sehr zufrieden, die Bildqualität ist wirklich sehr gut, meiner Meinung nach auch bis ISO 3200 noch gut benutzbar wenn man nichts großes drucken will. Die Kamera ist wertig verarbeitet, die Vorder- und Unterseite sind aus Metall, der Rest ist aus Plastik.

Die Einstellräder gehen leicht, aber nicht zu leicht. Das Kameramenü finde ich persönlich nicht gut, da die einzelnen Menüs aus ewig langen Listen bestehen durch die man sich durchkämpfen muss, was grade am Anfang sehr nervig sein kann, wenn man nicht weiss was es alles gibt und wo es steht. Beim Touchscreen bin ich mir nicht sicher ob es ein Vor- oder Nachteil ist, dass er  nicht kapazitiv sondern resitiv, also druckempfindlich ist. Einerseits  ist es nicht so einfach wie bei den modernen Smartphones durch leichtes tippen die Sachen zu verstellen, allerdings kann man dann auch nicht so leicht ausversehen etwas verstellen. Zum verstellen der Einstellungen, fokussieren und auslösen kann man ihn jedoch noch gut benutzen, ob ich ihn unbedingt gebraucht hätte bin ich mir nicht wirklich sicher, da ich doch meistens die Tasten benutze. Inder prallen Sonne sieht man auf dem Display leider recht wenig, es gibt zwar einen „Sonnenmodus“ wo alles etwas leicht gelblich erscheint, aber ob der was bringt wage ich zu bezweifeln. Einen elektronischen Sucher kann man sich zwar kaufen, jedoch ist dieser leider recht teuer mit ca. 300€. Einen internen Blitz gibt es nicht, jedoch wird ein kleiner externer Blitz mitgeliefert welcher wie auch der optionale Sucher an den Sony spezifischen Anschluss angeschlossen wird.  Man kann also nicht beides gleichzeitig betreiben. Das Kitobjektiv SEL1855 is qualitativ ganz gut, jedoch leider weder lichtstark, noch klein. Früher oder später werde ich mir sicherlich ein kleineres Objektiv anschaffen, es gibt ja mittlerweile einiges an Festbrennweiten. Auch gut finde ich, dass es Adapter für alle möglichen Systeme gibt um alte manuelle Linsen anzuschließen, ich habe mir momentan einen Pentax und einen M42 Adapter bestellt und warte auf deren Eintreffen. Manuelles Fokussieren ist durch die automatische Vergrößerung und dem Fokus Peaking (Kontrastkanten die im Fokus sind werden in rot, gelb oder weiß gehighlighted) wirklich einfach und selbst mit dem Kitobjektiv fokussiere ich manchmal manuell nach, einfach nur weil es Spaß macht und teilweise einfach genauer ist. Ich werde auf jeden Fall etwas zu den alten Linsen und Adaptern schreiben sobald diese eingetroffen sind.

Alles in allem ist die Sony NEX-5R eine sehr solide Kamera deren Kauf ich nicht bereue, der Sensor leistet sehr gute Arbeit und hat einen guten Dynamikumfang, ihn jedoch mit der D600 zu vergleichen wäre unfair. Was die Kamera gemessen an ihrer Größe jedoch leistet ist wirklich überraschend. Die Ausstattung ist üppig und Sachen wie die Serienbildgeschwindigkeit von 10 Bildern/sec sind nicht zu verachten! Ich bin gespannt was mit anderen Objektiven und vor allem den alten manuellen Schätzen noch drin ist. Zum Schluss noch ein paar Bilder von der NEX:

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2 comments

Carsten Grimm August 20, 2013 - 21:10

Was hättest du denn für die NEX-F3 gezahlt. Wie ich dir schon erzählt habe, habe ich meine Sony NEX 3N ja für 250€ bekommen. Die ist im Prinzip ja auch der Nachfolger der F3, würde nur mal gerne wissen wollen, was bei der Auflösung des Geschäfts da als Preis aufgerufen wurde.

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Peter August 21, 2013 - 10:14

Die wollten 300€ für das Kit haben, das war aber noch vor den ganzen Amazon Aktionen und Gutscheinen.

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